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Rupperswiler Arbeitseinsatz im Glarnerland

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Unter der Leitung von Bruno Lüscher und Patrick Schindler ist es der Reformierten Kirchgemeinde wiederum gelungen, eine motivierte Truppe von 14 Leuten für einen wöchigen Arbeitseinsatz zu Gunsten der «Schweizer Berghilfe» zu engagieren.

Der Arbeitseinsatz vom 3.8. – 8.8. fand oberhalb Luchsingen auf der Weisswand,  Kt. Glarus, auf 1’130 m ü.M. statt, zugunsten der Familie Figi. Walter ist 1983  auf der Weisswand geboren und hat Landwirt gelernt. Seine Frau Ruth ist 1984 geboren und in Mollis aufgewachsen. Nach ihrem Lehrabschluss als Konditor/ Confiseur und kurzer Berufserfahrung, zog es sie auf die Nachbarsalp von Walter. Schon bald nach Ihrer Heirat wurden sie glückliche Eltern von Laura 10, Jenni 8, Sereina 6, Nadin 3 und Fredi 1 Jahr alt. Den Landwirtschaftsbetrieb übernahm Walter am 1.1.2018 von seinen Eltern. Sie unterstützen die beiden zusammen mit Walters Bruder bei der täglichen Arbeit.

Am Montagmorgen, 3.8. um 08.00 stand die ganze Belegschaft mit 3 Fahrzeugen bereit. 1 Kleinbus, 1 Materialbus und ein PW. Die meisten der Teilnehmer sind nicht das erste mal dabei. Nebst unserem Organisator Bruno Lüscher ist Köbi Basler mit 22 Einsätzen der Rekordhalter. Rolf Richner und ich, Fritz Holliger, sind die 2 Hamburger. Wir sind alle sehr angespannt aber voller Vorfreude, was uns wohl erwarten wird. Unsere Küchenmannschaft mit Otti, Röbi und Walter sind schon in den ersten Tagen zur Hochform aufgelaufen. Wurstsalat, Riz Casimir, Gulaschsuppe, Rippli, Speck und Bohnen, Melonen mit Schinken, so zum gluschtig machen.

Nach dem Teilabbruch des Wohnhauses erwartet uns mit dem Ausbau des Rohbaus eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Arbeit. Die Aemtli sind rasch verteilt: Rosten an der Fassade; Sagexplatten verlegen; Fugen dichten, Dach isolieren mit Steinwolle, Bodenheizung verlegen, Fermacell-Platten verlegen und einpassen, Aussenfassade täfern usw.

Nach 2 Tagen Regen erwachten wir am Mittwoch bei Sonnenstrahlen und verschneiten Berggipfeln. Eine reine Augenweide. Die Arbeit lief zügig voran und alle freuten sich mit Heisshunger auf die feinen Menus.

Parallel zum Ausbau musste natürlich der Bauern-Betrieb weiter laufen. Heuen, güllen und melchen. Die ganze Familie musste mit anpacken. Wir haben erfahren, dass alle Milch von den 20 Kühen über eine selbstgebaute Leitung ins Tal fliesst nach Schwanden. 600 m Höhendifferenz.

Auch eine Autopanne am zweitletzten Tag tat unserer guten Laune keinen Abbruch. Wir benötigten nämlich jeden Tag eine halbe Stunde Autofahrt von unserer Unterkunft bis auf die Alp. Zum Glück konnte der Schaden am nächsten Tag bereits wieder repariert werden.

Trotz Muskelkater und Rückenschmerzen waren am Freitag alle sehr glücklich über den sichtbaren Arbeitsfortschritt. Auch die Bauernfamilie Figi war offen-sichtlich zufrieden mit uns, sonst hätten sie uns nicht eine Zusatzwoche mit freier Kost und Logis angeboten. Ein Ausflug mit unseren Frauen, zu diesem schönen Flecken Erde, ist allemal eine Option.

13.8.20 / FHO/RRI