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Chilespielplatz

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Am Anfang stand die Vision!
Die politische Gemeinde Rupperswil ist seit vielen Jahren eine Wachstumsgemeinde mit einer ausgeglichenen Altersstruktur. Einen nicht unwesentlichen Anteil am Wachstum haben Familien mit kleinen Kindern. Dies zeigt sich eindrücklich anhand der Anmeldungen, resp. am Interesse der jährlichen Kinderwoche der Kirchgemeinde. Die Kirchenpflege hat darum vor zwei Jahren folgende Vision festgelegt: Die Vision der Kirchgemeinde ist eine Viergenerationenkirche in der Kinder und Jugendliche die Mehrheit bilden. «Raum Kirche» soll schon ab dem frühkindlichen Alter für Kinder und deren Betreuungspersonen zum Treffpunkt im Dorf werden. Sie sollen eine Identifikation zum physischen Raum Kirche, dem Glaubensinhalt und der christlichen Kirche erleben können. Von der Vision zum strategischen Projekt Spielplatz Eine von verschiedenen strategischen Projekten beinhaltete den Bau eines Spielplatzes für die Jüngsten unserer vier Generationen. Als fünffacher Vater und sechsfacher Grossvater schlägt mein «Herz» für Kinder, resp. für eine starke und vielfältige Kinder- und Jugendarbeit in der Kirchgemeinde. Beruflich als Architekt und als Kirchenpflege-Ressortverantwortlicher der Immobilien beauftragte mich die Kirchenpflege, die Planung und den Bau des Spielplatzes als Projektleiter an die «Hand» zu nehmen.

Ein Spielplatz AAA (Anders Als Andere) naturnah und suchtmittelfrei
Die Analyse der innerhalb des Dorfes Rupperswil gelegenen Spielplätze ergab, dass diese primär mit «technischen» Spielgeräten ausgestattet sind, die den Kindern wenig Raum zur eigenen Gestaltung und Veränderung des «Raumes Spielplatz» ermöglichen. Unser Wunsch und unser Ziel war daher, einen Spielplatz zu bauen, der den Kindern Raum und Gelegenheit gibt, diesen zu gestalten, zu verändern und ihnen so ermöglicht, mit den Elementen Steinen, Holz, «Dreck» und Wasser zu spielen. Da kam uns das «Projekt Gesundheitsförderung in Spielräumen» des kantonalen Departementes Gesundheit und Soziales DGS wie gerufen. Mit der finanziellen Unterstützung des Departementes und der personellen Unterstützung des Naturama Aargau hat sich die Kirchenpflege entschieden, einen naturnahen und suchtmittelfreien Spielplatzraum zu erstellen.

Mit Fundraising und generationenübergreifenden Partizipation zum Erfolg

Damit die Idee Spielplatz nicht durch langwierige Budgetprozesse verzögert wird, wurden 80 % der Spielplatzkosten nicht von Kirchensteuergeldern finanziert, sondern über Spenden, Sponsoring, Einnahmen aus den Viergenerationenfesten 2018/2019 und Partizipation der Kinder in der Kinderferienwoche sowie durch Freiwilligenarbeit.
– Kinder bemalten in der Kinderwoche mit Begeisterung den Palettenhag zum Nachbargrundstück und pflanzten die Wildbienenblumen.
– Die Männergruppe 60+ der reformierten Kirche genannt «Bergversetzer» hat den Spielplatz im Freiwilligeneinsatz gebaut. Wahrlich eine generationenübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des kirchlichen Lebens.
– Kinder haben in einem Dorfquartier einen Zirkus gestaltet und sammelten Finanzen zu Gunsten des Spielplatzes

Das Resultat: Ein Spielplatz der keine Ferien kennt
Die Nutzung des Spielplatzes hat selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen. Ob Winter oder Sommer, ob wolkenverhangen oder Sonnenschein, ob warm oder kalt – unser naturnaher Spielplatz kennt keine «Ferien». Das ganze Jahr wird dieser Spielplatz besucht und von den Kindern intensiv genutzt. Und was uns am meisten überrascht: Die am intensivsten genutzten Spielgeräte sind die günstigsten «Spielgeräte».
Es sind:
– der Dreckhügel mit seinen beiden Kletterseilen: Da wird gegraben, Dreck abgetragen oder umgeschichtet und mit Hilfe der Kletterseile geklettert
– Der grosse Sandkasten mit dem Wasserlauf – dasselbe wie am Dreckhügel: Graben, Umschichten, Sandhügel, Sandlöcher, Bäche und Seen erstellen ist der «Kinderhit»

Ein grosses Dankeschön
– Danke all den Kindern die mitgeholfen haben, diesen Spielplatz zu gestalten und diesen nun auch nutzen
– All den Müttern, Vätern und Betreuungspersonen, die darauf achten, dass dieser Spielplatz sauber bleibt, selber den Besen in die Hand nehmen und den Sandkasten immer wieder mit dem Schutznetz abdecken
– All den freiwilligen Frauen und Männern die mitgeholfen haben, diesen Spielplatz zu planen und zu bauen oder anderweitig Unterstützung geleistet haben
– All den Unternehmern, die mit Sponsoring diesen Spielplatz mitfinanziert haben
– All den Spenderinnen und Spendern die diesen Spielplatz mit ihrem finanziellen Beitrag unterstützt haben
– Den Mitgliedern der Kirchgemeinde Rupperswil, die diesen Spielplatz einstimmig genehmigt haben
– Der politischen Gemeinde Rupperswil, die diesen Spielplatz baurechtlich genehmigt hat
– Dem kantonalen Departement Gesundheit und Soziales und dem Naturama Aargau für die personelle und finanzielle Unterstützung
Werner Setz