Arbeitseinsatz in Parsonz

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Gemeinsam anpacken in den Bergen
Am Sonntag, 04. Juli 2021 um 13.30 Uhr trafen wir uns am Bahnhof Rupperswil. Ein Bus wurde mit Getränken, Essen und Handwerkszeug beladen. Im zweiten Bus wurden das Gepäck und die Personen nach Savognin transportiert. Jeder durfte im Lagerhaus Garni Julia ein 3-Bettzimmer mit WC/Dusche und Blick in die schöne Bergwelt beziehen. Bei mir beschränkte sich der Ausblick auf zwei dichte Fichtenkronen!
Am Abend, nach dem Nachtessen, wurden wir von der Familie Stgier (Ramona u. Andreas mit Luana 7, Jonas 6) willkommen geheissen. Familie Stgier bewirtschaftet im Dorf Parsonz einen Landwirtschaftsbetrieb von 60 ha mit 30 Hühnern in fahrbarem Hühnerstall, 35 Milchkühen und einigem Jungvieh mit 3 Mutterkühen, die in einem zweiten Stall untergebracht sind. Auf dem Landwirtschaftsbetrieb helfen die Eltern von Andreas und ein rumänischer Betriebshelfer mit. Alles Vieh ist über den Sommer auf der Alp. Die Milch wird in Savognin zu Käse verarbeitet. Andreas orientierte uns über die Arbeiten beim Umbau des Kuhstalls in einen modernen Freilaufstall mit Melkroboter.
Tagesprogramm
Mo. – Do. 06.30 h Frühstück, 07.30 h Abfahrt nach Parsonz Hof Fam. Stgier, 09.30 h Znüni von Ramona, 11.45 h Rückfahrt nach Savognin zur Unterkunft zum Mittagessen, zubereitet von unsern Köchen 2 x Otto und Robert, 13.45 h Abfahrt auf Baustelle, 15.30 h Zvieri, 17.00 h Feierabendbier, Rückfahrt, 18.30 h Nachtessen. Am Montag wurden uns die verschiedenen Arbeiten (Geländermontage, Demontage Melk- u. Stalleinrichtung, Holzplatten montieren Heustock) gezeigt. Zusammen mit Ernst und Rolf entschied ich mich für die Demontagearbeiten mit der Überlegung, da kann man gleich zupacken und wenig falsch machen!
Wie überall bei den Landwirten, war auch bei Stgiers die Heuernte im Rückstand. Am Dienstag konnten sie endlich wieder etwas Gras mähen. Am Mittwochnachmittag musste das Heu aber schon eingebracht werden. Das war nur dank der Heubelüftung möglich. Hansjörg, Martin und Walter (erprobter Appenzellerwildheuer) halfen bei der Heuernte kräftig mit. Am Freitagmorgen war dann schon Werkzeug retablieren angesagt. Am Mittag war ein Ausflug geplant. Wir besichtigten die legendäre «Weisse Villa» in Mulegns, die zur Verbreiterung der Julierstrasse um einige Meter verschoben wurde.
Natürlich testeten wir auch den Kaffee (Tasse nur halb voll). Dank der Beziehungen des pensionierten Schreinermeisters/Gemeindearbeiters, der uns auch während der Woche bei den Arbeiten unterstützte, konnten wir mit dem Bus bis zum Restaurant auf die Alp Flix fahren. So konnten alle, auch diejenigen, die nicht mehr gut zu Fuss sind, mitkommen. Je nach Fitness und Lust konnte jeder die einmalige, prächtige Blumenpracht und den klaren Bergsee geniessen.
Freitagabend wurden wir im Garten der Eltern von Ramona Stgier zu Salat, Grilladen, Getränken und der grössten Cremeschnitte (1 Wähenblech) mit einem Schokoladen Schriftzug «MERCI» eingeladen.
Etwas Besonderes war auch der Arvenschnaps.
Fast hätte ich dies noch vergessen: Dank dem PC von Patrick (einziger Nichtpensionär) konnten wir natürlich den EM – Fussballmatch miterleben. Wegen den Verlängerungen und dem 11-Meter-Schiessen war die Arbeitsleistung am nächsten Tag bei einigen vielleicht nur bei 80 %.
Am Samstagmorgen erwartete uns noch die Reinigung unserer Unterkunft. Einige «Putzspezialisten» werden die eingehende Instruktion ein Leben lang in Erinnerung behalten. Der anschliessende, ausgiebige Brunch auf dem Hof von Familie Stgier in Parsonz liess dann aber schnell die erhitzten Gemüter wieder abkühlen. Mit geschenktem Bergkäse, gekauftem Burebrot, Birnenbrot oder Nusstorte aus der Backstube von Frau Stgier Senior, machten wir uns auf den Heimweg. Jeder wurde mitsamt dem mitgebrachten Werkzeug vor der eigenen Haustür in Rupperswil abgeladen.
Es bleibt zu danken:
Bruno und Patrick für die hervorragende Organisation, Stgiers für Backwaren/Verpflegung, Otto P. und Otto B. und Robert für das super gute Essen, Berner-Iberg Baugeschäft für das kostenlose Ausleihen des Ford Transits,
sowie allen Teilnehmern für das schöne Miteinander und die Kameradschaft.
War interessant und hat Spass gemacht!
Max Senn