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Bergversetzer-Arbeitswoche in Schwanden GL

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Ein Dach für Packziegen und eine mongolische Jurte.
Zum 31. Mal packten die Rupperswiler «Bergversetzer» die Koffer und machten sich unter der Leitung von Bruno Lüscher auf den Weg ins Glarnerland, zu dem von der Berghilfe Schweiz vermittelten und von der ref. Kirche Rupperswil finanziell unterstützten Arbeitseinsatz. Haben die «Bergversetzer» im Jahr 2018 den Spielplatz beim Kirchgemeindehaus Rupperswil gebaut, war die Aufgabe in diesem Jahr eine ganz andere.
Auf einer im Sernftal gelegenen Alp bekamen Sie vom Alpbewirtschafter Werni folgende Aufträge:
– Bauen einer horizontalen Plattform als Unterbau für eine mongolische Jurte
– Aufstellen der aus der Mongolei importierten Jurte
– Bauen eines Unterstandes für die 16 Packziegen
– Ausebnen des Geländes

Die Packziege ist eine spezielle Ziegenart, die mit einem «Rucksack» bepackt wird. Diese Ziegen sind sehr auf Menschen fokussiert und dadurch anhänglich wie Katzen oder Hunde und somit geeignet um mit ihnen
Wanderungen zu unternehmen. Dieses Unterwegs sein mit den Ziegen, die Begegnung mit der Natur, das Schlafen in der Jurte und das Leben auf der Alp, bietet im Besonderen für Kinder einen willkommenen Kontrast zum alltäglichen Leben und dem Bewirtschafter der Alp einen Nebenverdienst welcher es ermöglicht, dass die Alp erhalten bleibt und nicht verwaldet.

Für die 14 «Bergversetzer» war die Woche einmal mehr eine körperlich anstrengende Zeit. Im Wissen aber, für unsere Bergbevölkerung eine sinnvolle Arbeit zu tun und das fröhliche und humorvolle miteinander Arbeiten, liess alle Anstrengung schnell vergessen und war der eigentliche Gewinn aller Beteiligten. Zum gelungenen Einsatz beigetragen hat auch das «Bergversetzer-Kochteam» mit seinen exzellent zubereiteten Menüs.

Was das Geleistete für den Alphirten Werni für eine Bedeutung hatte drückte sich folgendermassen aus: Mit Tränen in den Augen bedankte er sich für die geleistete Arbeit mit den Worten:
– Ihr habt Unglaubliches geleistet
– Ihr habt mir einen Traum erfüllt
und rollte vor der Jurte für die «Bergversetzer» den roten Teppich aus!

Mit grosser Freude und im Bewusstsein, in dieser Woche etwas Sinnvolles geleistet zu haben, wurde die Jurte, mit einem vom Alphirten Werni zubereiteten, Nachtessen, eingeweiht.
Es gab, wie könnte es anders sein – «Glarner Älplermagronen»
Werner Setz